Kirmes - Was ist das überhaupt?
Kirmes wird abgeleitet von Kirchmess, d.h. im übertragenen Sinn Kirchweihfest, also ein Patronatsfest der jeweiligen Kirche, das mit besonderen Messen und Veranstaltungen gefeiert wird und an dem die ganze Gemeinde teilnimmt.
Die katholische Kirche in Kirchworbis ist auf dem heiligen Martin geweiht, dessen Namenstag auf den 11.11. fällt und somit auch das Kirmesfest an diesem Tag gefeiert.
Dieses Fensterbild aus dem Seitenschiff unserer Kirche zeigt Sankt Martin beim Teilen seines Mantels.
Der älteste Nachweis in Bildform, der existiert ist ein Foto eines Kirmesvorstandes aus dem Jahre 1926. Unklar ist, ob zu diesem Zeitpunkt die Valentinus- oder schon die Martinuskirmes gefeiert wurde. Sobald dies geklärt ist und eventuell auch die abgebildeten Personen bekannt sind, wird Helmut dieses Bild veröffentlichen.
Die erste Kirmes nach dem Zweiten Weltkrieg fand 1947 satt. Der Umzug bestand aus einem einzigen Wagen, dem Zirkus Marki aber der Erbsbär war schon mit von der Partie.
Zwischen diesem Umzug und bis Ende der Sechziger Jahre fanden die Kirmesfeiern nicht regelmäßig statt und 1969 schlief der Verein gänzlich ein.
Im Jahr 1975 erlebte der Verein die Neugründung. Seit dieser Zeit werden wieder Jährlich die Kirmesfeiern in der Gemeinde abgehalten.
Im Jahr 1991 wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen und besitzt seit 1992 die Gemeinnützigkeit. Ab 1993 gibt es neben dem Vorstand auch vier Platzmeister die mit der Durchführung und Organisation der Kirmesfeier betraut sind. 1994 wurde die neue Vereinfahne in Auftrag gegeben und pünktlich zur Martinikirmes geweiht. Das Kriegerdenkmal wurde mit Mitteln des Vereins saniert und erweitert, wenngleich es erst 1999 endgütig fertig gestellt wurde. 2001 wurde die Internetpräsenz aufgebaut, und für die Vereinsmitglieder wurden Krawatten angeschafft.
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| 1947 - Der Zirkus Marki, erster Umzug nach dem 2. Weltkrieg mit eigenem Wagen. | Umzug in den 50er Jahren |
Das Setzen der Kirmestanne erfolgte bis 1982 vor dem Gemeindesaal, als jedoch am 10.11.82 Leonid Breschnew starb und die DDR Oberen Staatstrauer anordneten waren die Kirmesburschen in Zugzwang. Die Tanne wurde auf dem Kirchplatz aufgestellt der Festgottesdienst durchgeführt, und so den DDR Oberen ein Schnippchen geschlagen. Der Umzug jedoch im Dezember auf verschneiten Straßen durchgeführt.
Seit dieser Zeit wird der Baum nun auf dem Kirchplatz aufgestellt und die wenigsten wissen noch warum !!
Der Erbsbär gehört zum Umzug wie die Kapelle und die Motivwagen. Gegen ein kleines Entgeld tanzt der Bär für die Zuschauer nach der Musik des Bärenführers. Der Ursprung bzw. die Idee zu diesem Bestandteil der Kirmes stammt aller Wahrscheinlichkeit nach von den Reisenden Schaustellern die das Eichsfeld kreuzten und bei Ihren Aufenthalten in unserem Dorf mit echten Bären hausieren gingen.




